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Finnfors-Kraftwerk mit Museum und Sommer-Café

Das Wasserkraftwerk Finnforsen aus dem Jahr 1908 war das erste grosse Wasserkraftwerk am Fluss Skellefteälven. Im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts wurde Elektrizität zunehmend nicht nur zur Beleuchtung von Städten und Arbeitsplätzen benötigt, sondern zur Energieversorgung der Industrie genutzt. In dieser Zeit entstanden im waldreichen Landkreis Västerbotten mehrere neue Zellstofffabriken, was den Bedarf an grosstechnischer Stromerzeugung weiter erhöhte. Voraussetzung für die Stromerzeugung in grossen, weit vom Verbraucher entfernten Anlagen war die erfolgte Entwicklung des Dreiphasensystems im Jahr 1890, das die Übertragung von Strom über weite Strecken ohne grössere Energieverluste ermöglichte. Aus diesem Grund wurde in Finnfors auf der gegenüberliegenden Flussseite ein neues, ertragreicheres Kraftwerk gebaut. Die Bauarbeiten des Staudammes galten damals als äusserst anspruchsvoll, da sie in einem nahezu unerschlossenen Gebiet stattfanden. Zudem fehlte den schwedischen Wasserbauingenieuren weitgehend die Erfahrung im Bau solch grosser Kraftwerke und unter den hier herrschenden klimatischen Bedingungen. Das kalte Klima stellte besondere Anforderungen an die Konstruktion des Staudamms und des Wassereinlaufs. Auch der Betrieb verlief nicht völlig problemlos, da sich Eisschlamm und Treibholz am Tunneleinlauf ansammelten und den Wasserdurchfluss behinderten.
Das damalige Kraftwerk ist heute ein Museum und im Sommer für Besucher geöffnet. Die Generatoren, Turbinen und Instrumenten sind vollständig erhalten und erzählen die Geschichte der Wasserkraft.

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